HIGHLIGHTS Internationale Kunstmesse München

22. – 25. Oktober 2020 in der Residenz München

Die Bayerische Staatsregierung erlaubt das Veranstalten von Messen wieder ab dem 1. September 2020 und hat hierzu ein entsprechenden Schutz- und Hygienekonzept verabschiedet. Die HIGHLIGHTS Internationale Kunstmesse soll daher wie geplant vom 22. bis zum 25. Oktober 2020 in der Residenz München stattfinden. Am 20. Oktober lädt die HIGHLIGHTS zur Preview und am 21. Oktober zur Vernissage für geladene Gäste ein. Lesen Sie hier die gesamte Pressemitteilung der Bayerischen Staatsregierung.

Angebot

1 Übernachtung in unserer Suite für 2 Personen

Buchungszeitraum: 22.–25.10.2020

Für Sie immer inkludiert: ein reichhaltiges Genießerfrühstück, eine Brotzeit und Kuchen am Nachmittag und alle Inklusivleistungen.

Weitere Extras:

1 Flasche BW Cuvée auf dem Zimmer
1 Eintrittskarte pro Person zur HIGHLIGHTS. Mehr Infos hier.

Preis ab 699 €

Ersparnis 95 €

Unsere Angebote sind gültig: Auf Anfrage und nach Verfügbarkeit.

HIGHLIGHTS Internationale Kunstmesse München

Starke Stücke

Eine Prunkschatulle Friedrich des Großen, ein prominentes Gemälde Emil Noldes, Helmut Newtons legendäres Foto-Diptychon „Sie kommen“. Die HIGHLIGHTS Internationale Kunstmesse München versammelt Top- Stücke des Kunsthandels.

Deutschlands anspruchsvollste Messe setzt trotz Corona ihren Kurs fort. 

„Auch im elften Jahr ihres Bestehens lädt die HIGHLIGHTS dazu ein, qualitativ herausragende Exponate von der Antike bis zur Gegenwart zu entdecken. Die diesjährigen räumlichen Gegebenheiten innerhalb der Residenz München führen einmal mehr vor Augen, dass sich die HIGHLIGHTS als Forum für das Spitzensegment des Kunsthandels versteht. Dies wiederum spornt langjährige wie neue Aussteller dazu an, eine Leistungsschau der Superlative zu präsentieren. Lassen Sie sich von dieser einzigartigen Blütenlese begeistern und erfahren Sie, was die Kunst in guten wie in weniger guten Zeiten stets gegeben hat: Trost, Erhebung, Inspiration und Lebensfreude.“

Faszinierende Moderne 
Wie das von dem Expressionismus-Spezialisten Thole Rotermund Kunsthandel angebotene Gemälde „Maske und Blumen“ verdeutlicht, erweist sich Emil Nolde nicht nur in seinen Aquarellen als ein Meister der Farbe. Mit leuchtendem Orange und ein paar königsblauen Akzenten wird sein Stillleben von 1919 zu einem expressiven Feuerwerk. Die japanische Maske stellte er in diesem Jahr auch auf anderen Gemälden dar. Sie gehörte zur Exotik-Sammlung des Künstlers. 1920 überreichte Nolde das Bild als Hochzeitsge- schenk an die Tochter des bedeutenden Expressionisten-Sammlers und Mäzens Gustav Schiefler. Im Gegensatz zu Noldes Aquarellen sind seine Gemälde auf dem Kunstmarkt selten geworden. „Maske und Blumen“ steht nach mehr als 30 Jahren erstmals wieder zum Verkauf. 

Zu den bedeutendsten Wegbereitern der Moderne zählt auch Franz von Stuck. Die Werke des symbolistischen Malers, der die Stimmung um 1900 in mythologischen Sujets wiedergibt, standen von Anfang an im Fokus von Kunkel Fine Art. Mit einer umfangreichen Suite von Zeichnungen und Gemälden des Münchner Malerfürsten umspannt Dr. Alexander Kunkel drei Jahrzehnte im Schaffen des international gefragten Künstlers, darunter das 1926 entstandene Gemälde „Prometheus“. Es ist eines der letzten Hauptwerke Stucks und durchaus politisch aufgeladen. Der gefesselte Halbgott steht als Metapher für das erdrückende Schicksal Deutschlands nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg. Das Zeitalter Stucks war auch das Zeitalter Lovis Corinths, dessen vitaler Impressionismus unverkennbar ist. Für die Galerie Michael Schwarze Fine Art aus Kelkheim gehört er zum festen Programm und dessen Gemälde „Herr am Tisch mit Hund“ von 1892 zur Spitze seines Messeangebots. Der Kunsthandel Nöth zeigt eine reizvolle Mutter-Kind-Ölstudie Max Liebermanns. Fragmentarisch und dennoch voller Stimmung, entstand sie in Vorbereitung zu dessen Hauptwerk „Münchner Biergarten – Garten des Augustinerkellers in München“ von 1884. Von München aus sind es nach Kitzbühel etwa 130 Kilometer. Hier malte Alfons Walde in den Zwanziger- und Dreißigerjahren seine scharfschattigen, expressiven Alpensujets. Der Linzer Kunsthandel Freller widmet seine diesjährige Messe-Show ausschließlich dem heute mehr denn je gefragten Maler kerniger, verschneiter Dorf- und Landschaftsszenen. Eine Hommage an die weibliche Schönheit ist Pablo Picassos Lithographie „Françoise“ von 1946, die die seit 1838 existierende Galerie Boisserée aus Köln bei ihrem ersten HIGHLIGHTS-Auftritt präsentiert. Die Arbeit gilt als eine der strahlendsten, lyrischsten graphischen Arbeiten Picassos, der im Jahr der Entstehung der faszinierenden 22-jährigen Françoise Gillot begegnete. Kurz darauf wurde sie seine Geliebte und Muse. Ganz der Pariser Künstlerszene dieser Zeit hat sich die Galerie Française verschrieben. Mit der poetischen, schattenrissähnlichen, rosagrundigen Gouache «Le tir à l’arc» von Georges Braque offeriert sie ein Kleinod der Moderne. 

Triumph der Alten Kunst 

Der Blick auf die Exponate des 15. bis 18. Jahrhunderts macht deutlich: großartige Kunst kennt kein Alter. Die Kunstkammer Georg Laue entführt in die Wunderwelt der Renaissance. Als ein Phänomen der Natur betrachte man den klar wie Wasser wirkenden, steinharten Bergkristall. Fürsten und Patrizier ließen ihn zu kostbaren Gerätschaften verarbeiten. Laues Bergkristall-Prunkkanne von 1565, ausgestattet mit kunstvollen Montierungen und Deckel, ist eines der raren noch erhaltenen Beispiele für die damals zelebrierte Mixtur von Kunst und Natur. Dass jeder sterblich ist, führt die Memento-Mori-Figur des großartigen frühbarocken Elfenbeinschnitzers Leonard Kern vor Augen. Glanzstück bei Julius Böhler Kunsthandlung, der in diesem Jahr sein 140-jähriges Bestehen feiert, ist die Tilmann Riemenschneider zugeschriebene Skulptur „Christus am Kreuz“, dem bedeutendsten deutschen Bildhauer um 1500. So still und ausdrucksvoll wie hier der gerade eingetretene Tod in einer Weise zwischen naturalistischer Genauigkeit und tiefer Empfindsamkeit dargestellt ist, das besitzt seltene Qualität. Den Ausdruck der Gnade verkörpert hingegen die sanft geschwungene und mit raffiniert geschnitztem Faltenwurf ausgestattete gotische Skulptur „Maria mit Kind“. Sie entstand im Schwäbischen um 1480 und bildet den Höhepunkt am Stand von Dr. Rainer Jungbauer – Europäische Skulpturen. 

Mit Röbbig München und Langeloh Porcelain aus Weinheim nehmen zwei weltweit führende Porzellanhändler für frühe Stücke aus Meissen teil. Ein nobler Auftraggeber, ein begnadeter Bildhauer und ein reichhaltiges allegorisches Bildprogramm vereint die Statuette der Verherrlichung des Kurfürstentums Sachsen. Links hält Chronos ein ovales Medaillon mit einem Porträt der Maria Josepha von Österreich. Rechts segelt Fortuna auf einer Kugel und mit aufgeblasenem rosa Segel heran. Prinz Franz Xaver von Sachsen und Polen hatte das Kunstwerk 1765 mit seiner Gattin bei Johann Joachim Kaendler geordert. Röbbig ist stolz, eine der wenigen Ausführungen anbieten zu können. Die Welt war übrigens schon im 18. Jahrhundert verrückt nach Meissner Porzellan. Ein Exemplar des bewegt musizierenden, skurrilen Malabaren-Paares von 1750, das Langeloh Porcelain zu seinen Hauptstücken zählt, hatte sich damals auch Madame de Pompadour in Paris zugelegt. Top-Stück bei Kunst und Antiquitäten Almut Wager, deren Auswahl an historischem Schmuck von Kennerschaft zeugt, ist eine Schieberkette mit facettierten Amethysten aus der Londoner Hof-Juwelenschmiede Child & Child, die durch ihre strahlenden Grün- und Violetttöne besticht. 

Ein Sammlerstück von kulturhistorischer Bedeutung konnte der Kunsthandel Peter Mühlbauer aus Pocking kürzlich akquirieren. Erstbesitzer und Auftraggeber der aufwendig gearbeiteten Rokoko-Eisen- schatulle von 1750 war kein Geringerer als der Preußenkönig Friedrich II. Ein wahrlich höfisches Behältnis, versilbert, teils vergoldet. Die Signaturen „C. Fecht“ und „Peter Formery“ verweisen auf die besten Büch- senmacher und Uhrmacher Berlins. Außen flankieren den Deckel vier Lange Kerls. Innen setzt eine raffi- nierte Mechanik ein Spielwerk in Gang und auch eine Bildnisminiatur Friedrichs ist eingelassen. Christian Eduard Franke Kunsthandel aus Bamberg kontert mit einer eleganten, leichtfüßigen Kommode aus der Potsdamer Werkstatt der Gebrüder Spindler. Friedrich II. hatte die Bayreuther Ebenisten wegen ihres Ta- lents zur Ausstattung seiner Schlösser nach Preußen geholt. Wer die mit exotischen Hölzern, Palisander und Rosenholz eingelegten Blumenbuketts auf der Front des Möbels betrachtet, ahnt, warum die Brüder in Bezug auf Möbel als die Stars des Friderizianischen Rokoko gelten. Nach einer mehrjährigen Unterbre- chung kehrt in diesem Jahr der Baseler Antikenhändler Jean-David Cahn auf die HIGHLIGHTS zurück. Der athletische, aber weich modulierte Marmor-Torso eines Epheben, den Cahn auf das Jahr 200 vor Christus datiert, ist so qualitätvoll wie rar auf dem heutigen Kunstmarkt. Erstmals vertreten auf der HIGHLIGHTS ist Ehrl Fine Art & Antiques. Manfred Ehrl ist dafür bekannt, dass er traumwandlerisch auf einem Pfad zwischen Antiquitäten, Design und Interior spaziert. Mit der astral und futuristisch wirkenden Zylinderlampe „Sputnik“, die die Wiener Firma Lobmayr 1966 für das Innsbrucker Landestheater entwi- ckelte, erzählt er nebenbei, wie der Wettstreit um die Eroberung des Weltraums das Design auf Erden beeinflusst hat. 

Aufregend, spannend, zeitgenössisch 

Wegweisende Positionen der abstrakten Gegenwartskunst stellt Beck & Eggeling in seiner mit Bedacht ausgewählten Messe-Show gegenüber. Gerhard Richters assoziatives und komplexes Schlierenbild „Fuji“, entstanden als Nummer 42 der 1969 zu Fundraisingzwecken geschaffenen Serie mit Unikatcharakter, wird zu sehen sein wie auch ein frühes Lichtrelief Heinz Macks von 1958. Aber auch das Strukturbild „Aggregation 001-A107“ des Koreaners Kwang Young Chun, der mit den kristallinen Oberflächen seiner Werke eine Ordnung des Chaotischen ästhetisiert, unterstreicht das internationale Format der Düsseldorfer Galerie. Als Koreanerin auf Erfolgskurs in Europa könnte man momentan die Malerin Minjung Kim beschreiben. Ihrem von Harmonie und Ordnung, von ausgewogenem Kolorit und asiatischer Ästhetik bestimmtem Werk widmet die traditionsreiche Hamburger Galerie Commeter, die übrigens ihr HIGHLIGHTS-Debüt gibt, eine Soloshow. Minjung Kim, geboren 1962, gilt als Erneuerin der koreanischen Tusche-Malerei. Sie arbeitet sowohl gegenständlich als auch abstrakt und könnte für viele Besucher die Entdeckung der Messe werden. Eine Brise Brit Art bringt die Londoner Galerie Patrick Heide, vielen Sammlern von der TEFAF- Sektion „Works on Paper“ bekannt, erstmals nach München. Zu Heides Favoriten zählt derzeit der 1971 geborene Künstler Andy Harper, der mit Anleihen aus Botanik und Fauna und eingesprenkeltem abstrakten Vokabular als modernem Zwischenruf dschungelartige Tableaus und zugleich Gegenwelten zur hochindustrialisierten Gegenwart schafft. 

Fotografie bleibt auch 2020 ein Schwerpunkt der HIGHLIGHTS. Eine Ikone der Modefotografie präsentiert Ira Stehmann Fine Art mit Helmut Newtons Diptychon „Sie kommen (nackt und angezogen)“, das 1981 in Paris entstanden ist. Erotisch, provokant und subversiv, steht es wie kaum ein anderes Motiv für den innovativen Stil Newtons, dessen 100. Geburtstag die Fotoszene im September feiert. Einen anderen Klassiker hat Galerie Stephen Hoffman im Portfolio: Sebastiăo Salgados biblisch anmutende und als Mahnung gedachte Landschaftsaufnahme „Brooks Range, Alaska“ von 2009. Mittlerweile in den großen Museen gefeiert, hat Vera Mercer die Suggestivkraft opulenter Stillleben und die Sprache der Dinge in ihren Fotografien wiederbelebt. Die satten Arrangements der deutschen Fotokünstlerin sind bei der Erstausstellerin Galerie Jordanow aus München zu erleben, unter anderem das subtil inszenierte Arrangement „Mushrooms“ von 2013. 

Junge Händler, neuer Blick 

Das Format „Young Dealer“, das engagierte Händler-Newcomer fördert, wird erneut aufgelegt. Kein Zweifel, dass es umgekehrt der HIGHLIGHTS neue Impulse und Blickrichtungen gibt. Während die Designspezialistin Felicitas Boos (geb. Vogdt) von der Galerie Vogdt den finnischen Möbelavantgardisten Alvar Aalto mit einem Vintage-Ensemble von ca. 1930, bestehend aus Rollcontainer, Stuhl und Schreibtisch, feiert, bringt der Allround-Silberspezialist Christopher Kende vom Tübinger Kunsthaus Kende junge, formal experimentelle und handwerklich brillante englische Silberschmieden wie Olivia Lowe, Ane Christensen, Nan Nan Lui und den Szene-Star Yusuke Yamamoto in die Residenz München. Maximilian Hemmerle folgt dem Weg seiner Vorfahren, des Münchner Hofjuweliers Hemmerle, und offeriert in seinem Unternehmen MXHM neben eigenen Kreationen Stücke großer Schmuckkünstler wie beispielsweise eine Aquamarin-Melange-Brosche von 1955 der unlängst wiederentdeckten Suzanne Belperron. Dem Asiatika- Handel in Deutschland neue Impulse zu geben ist das Ziel von Benedikt von Grießenbeck, Sohn des Münchner Asiatika-Händlers Georg Hartl. Bei seinem ersten Messeauftritt glänzt er mit einem bronzenen Räucherbecken, das vor ca. 300 Jahren als Zwölfersatz für den chinesischen Kaiser Qialong gefertigt wurde und heute als das einzige auf dem Kunstmarkt verfügbare Exemplar dieser Serie gilt. 

TERMINE
Presserundgang: 20. Oktober 2020 , 11.00 - 13.00 Uhr VIP-Preview: 20. Oktober 2020, 13.00 – 20.00 Uhr Vernissage: 21. Oktober 2020, 11.00 – 20.00 Uhr

ÖFFNUNGSZEITEN

22. – 25. Oktober 2020, 10.00 – 19.00 Uhr Langer Abend: 22. Oktober 2020, 10.00 – 22.00 Uhr

Highlights - Internationale Kunstmesse München - GmbH, Amalienstrasse 15, 80333 München, Deutschland Tel.: 0049 (0)89 23 24 135-0 . Fax.: 0049 (0)89 23 24 135-10 . info@munichhighlights.com 

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