BANGKOK MEETS TEGERNSEE
BANGKOK MEETS TEGERNSEE
Ein Besuch im Boom Boom ist das beste Mittel gegen kulinarisches Fernweh. Und je später der Abend, desto besser schmecken die coolen Asia-Cocktails
Wenn im Boom Boom Satéspieße mit Erdnusssauce serviert werden, dann werden bei so manchem Gast Erinnerungen an die Boon Tat Street in Singapur wach. Jeden Abend, kurz nach Sonnenuntergang, bauen dort Dutzende von Garköchen ihre Holzkohlegrills auf und verwandeln die kleine Straße im Bankenviertel der boomenden Finanzmetropole in ein duftendes Satay-Paradies. Von Huhn über Garnelen bis zu Lammnieren – alles, was sich auf Bambusspieße stecken lässt, wird in wenigen Minuten über der Glut in eine Köstlichkeit verwandelt. Außen kross geröstet, im Inneren saftig und zart, und zur Vollendung in würzige Erdnusssauce gedippt. Die rauchgeschwängerte Abendluft, die Verlockung der Röstaromen und die glitzernde Kulisse der Hochhaustürme – das alles schafft eine Atmosphäre, die man nie mehr vergisst. Und die man im Boom Boom ein klein wenig nachfühlen kann.
Kulinarische Erinnerungen an Asien-Reisen birgt die Speisekarte ohne Ende. Thai Beef Salat mit Chili, Minze und Zitronengras bringt den Gast zurück in die Straßen von Bangkok, intensive Pho-Nudelsuppe mit Pilzen und Pak Choy schmeckt wie in den Garküchen von Hanoi, und im Bambuskörbchen gedämpfte und servierte Teigtaschen mit scharfer Kimchi-Füllung weckt Erinnerungen an Seoul. Genau das ist die Idee der Macher: authentischer Genuss, inspiriert aus verschiedenen Küchen Asiens, vor allem aber aus Thailand.
Aus einer Bangkoker Garküche stammt auch das Rezept für die hausgemachte Erdnusssauce zu den Saté-Spießen oder die Inspiration für das Lachstatar. Es wurde mit Zitronengras, Limettenabrieb und Chili abgeschmeckt und man ge- nießt es am besten auf einem Krabbencracker. Und weil das Boom Boom nicht nur Restaurant ist, sondern auch beliebter Treffpunkt der jungen Szene am See, wird die Musik im Lauf des Abends aufgedreht und nebenan in der Bar wird gefeiert, gerne auch bis in den frühen Morgen.
Im Boom Boom arbeiten die Barkeeper Hand in Hand mit der Küche und mixen asiatisch inspirierte Drinks, die nicht nur perfekt zu den Gerichten passen, sondern auch solo schmecken. Zu den Hits des Hauses gehört natürlich der im Martini-Glas geshakte Hauscocktail „Boom Boom“. Mit den Bitternoten von Campari, der Schärfe des Gin und der Süße von cremigem Mangopüree harmoniert er perfekt zu den scharfen Kimchi-Dumplings, aber auch zum Pad Thai mit Reisnudeln, Tamarinde und Tofu. Ganz oben auf der Beliebtheitsskala steht auch der „Koko“ auf Wodka-Basis, ein frischer Drink, der aromatisch an Piña Colada erinnert, aber leichter und eher im Thai-Style gehalten ist. Mit den Aromen von Litschi, Limette und Kokos passt er bestens zu Rotem Thai Curry, dessen Schärfe er abpuffert. Und wenn es lieber alkoholfrei sein soll – wie wäre es mit einem erfrischenden Shanghai Rose auf Basis von Grapefruitlimonade und Kokoswasser, mit Litschi und Limette abgeschmeckt?
PS: Drinks, Snacks und Curries schmecken in der neuen Rooftop-Bar mit Blick über den See noch mal so gut!
CHARLOTTE MILLER