NEUE ART EXPERIENCE FÜR ZEITGENÖSSISCHE KUNST
NEUE ART EXPERIENCE FÜR ZEITGENÖSSISCHE KUNST
Wie kam es zur Idee der Galerie und woher rührt Ihre Liebe zur Kunst?
KORBINIAN KOHLER:
Ich bin durch die Papierfabrik Gmund meiner Familie mit dem Medium Papier, welches die Grundlage vielerlei Kunst darstellt, aufgewachsen. In meiner Kindheit war es also eher die gedruckte Kunst, die mich beschäftigt hat. Später, als ich mit Anfang 20 vier Jahre lang in Paris gelebt habe, bin ich zum ersten Mal in die Pariser Kunstwelt eingetaucht. Es hat sich damals durch Zufall ergeben, da ich in der Wohnung eines Kunstsammlers gelebt habe. Dort bin ich in diese Kunstszene quasi hineingerutscht.
Wir hatten das große Glück, mit Peter Hansen, dem Gründer der Kunstinitiative MAX33 & Friends, kooperieren zu können. Es stellt sich nun vielleicht die Frage, warum ich das alles mache? Natürlich hat es auch kaufmännische Gründe. Aber ähnlich wie beim Korbinians Kolleg möchte ich die Welt ein Stück schöner machen – vor allem auch den Tegernsee. Mein Ziel ist es, diesen noch stärker mit der internationalen Kunstszene zu verbinden. Wir haben bei der Premiere bereits einige internationale Künstler mit dabei. Und es dürfen künftig gerne noch mehr werden.
Sie sind ein sehr ästhetischer Mensch, haben eine Affinität für Formen und Farben und sind viel gereist. Wie haben Ihnen die Bilder in den Hotels gefallen, die Sie bisher bereist haben?
Es gibt, wie ich finde, leider nur ganz wenige Hotels weltweit, die für den Kunstmarkt ernst zu nehmen sind. Dazu zählt zum Beispiel das Dolder in Zürich. Man muss klar unterscheiden zwischen Deko beziehungsweise dekorativer Kunst und Design. Kunst hat immer eine Angrenzung zur Philosophie. Bei uns ist der Anknüpfungspunkt sehr stark zum Korbinians Kolleg: Es geht um die Aussage der Bilder, nicht nur um deren Schönheit.
Kunst spielt eine große Rolle in der gesellschaftlichen Entwicklung. Kunst soll Verkrustungen aufbrechen, neue gesellschaftliche Entwicklungen aufnehmen oder auch prägen. Und dazu möchten wir gerne einen Beitrag leisten. Gallery KOKO soll eine ernst zu nehmende Galerie sein – mit musealem Charakter.
Wie ist der Name der Galerie entstanden?
Er ist abgeleitet aus meinem Namen, es sind die jeweils ersten beiden Buchstaben.
Ist die Ausstellung auch für externe Gäste zugänglich?
Nach vorheriger Anmeldung sind auch gerne externe Gäste bei uns herzlich willkommen, sich die Werke anzusehen.
Was hängt bei Ihnen zu Hause an den Wänden?
Kunst hat auch bei mir zu Hause einen sehr hohen Stellenwert. Man geht jeden Tag daran vorbei – deswegen finde ich es wichtig, dass es sich um Kunst handelt, die das Herz berührt.
Hotelier Korbinian Kohler ist jetzt auch Galerist – und spricht im Interview über seine Gallery KOKO und seine Liebe zur Kunst.