Prof. Dr. Bettina Schöne-Seifert
Prof. Dr. Bettina Schöne-Seifert
Über die Referentin
Professorin Bettina Schöne-Seifert ist seit 2003 Direktorin des Instituts für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin in der Medizinischen Fakultät der Universität Münster in Westfalen. Sie hat als Philosophin und Medizinerin zahlreiche Forschungsergebnisse zu grundlegenden Problemen der Philosophie und der Medizinethik vorgelegt, u.a. über Willensfreiheit, Enhancement (auch Neuro-Enhancement, Grundlagen der Medizinethik). Sie war neun Jahre Mitglied des Nationalen und dann Deutschen Ethikrats in Berlin. Sie ist Mitglied vieler Kommissionen, u.a. für den Demografischen Wandel. Sie ist Mitbegründerin der Akademie für Ethik in der Medizin.
Genscheren und das ungeborene Leben. Wie weit darf die Gestaltung des Lebens gehen?
Vortrag vom 13. März 2020
Das Problem ist so neu wie die Biotechnologie, mit der es entstand. Mit den neu entwickelten biologischen Hochpräzisions-Instrumenten (CrisprCas) lassen sich voraussichtlich Genstrukturen auch am Menschen gezielt und sicher verändern. Theoretisch können diese Eingriffe nicht nur bei geborenen Menschen an fehlerhaft funktionierenden Körperzellen eingesetzt werden, sondern auch vererblich an ungeborenem Leben. Die Zielsetzungen könnten hier therapeutisch, präventiv oder verbessernd sein. Die große und wichtige Frage ist: Wie sollen und können wir insbesondere die letztgenannte Option – nicht zuletzt vor dem historischen Hintergrund eugenisch motivierter Verbrechen – bewerten?
Referentinnen und Referenten
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